Zweimal standen Freiwillige in der frühmorgendlichen Sommerhitze in der Wiese unterhalb des Hasenrains und rissen eine Pflanze aus. Ihr Name „Einjähriges Berufkraut“. Warum lud der Naturschutzverein Albisrieden die Mitglieder zu dieser Aktion ein?
Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) stammt aus Nordamerika und wurde als Zierpflanze im 17. und 18. Jahrhundert nach Europa gebracht. Ein verhängnisvoller Fehler. Auf folgenden Gründen:
Diese Art verdrängt massiv die eigene heimische Flora.
Die heimische Insektenwelt kann nicht von dieser Pflanze profitieren.
Der Futterwert einer Wiese wird durch das Berufkraut verschlechtert.
Der Ausreisseinsatz durch die Mitwirkenden des Naturschutzvereins fördert also die Artenvielfalt, den Futterwert der Wiese und verhindert Beitragskürzungen für den Landwirtschaftsbetrieb.
Es ist frühmorgens, das Tram und der Bus sind wieder weitergefahren, die Fahrräder abgestellt und nun steht eine Gruppe bereit, die gespannt ist, was die Vogelwelt in Albisrieden zu bieten hat. Der Naturschutzverein Albisrieden lud zu einem Spaziergang ein, zum Morgenkonzert der Vögel. Die mit Ferngläsern ausgerüstete Gruppe macht sich auf den Weg durch den alten Dorfkern, hoch zum Hasenrain durch den Wald bis Friedhof Eichbühl und am Sportplatz Buchlern wieder zurück zum Ortsmuseum Albisrieden. Während des kurzweiligen Spaziergangs gibt es einiges zu hören und zu sehen.
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