Schweisstreibender Einsatz mit Mehrfachnutzen

Zweimal standen Freiwillige in der frühmorgendlichen Sommerhitze in der Wiese unterhalb des Hasenrains und rissen eine Pflanze aus. Ihr Name „Einjähriges Berufkraut“. Warum lud der Naturschutzverein Albisrieden die Mitglieder zu dieser Aktion ein?

Das Einjährige Berufkraut (Erigeron annuus) stammt aus Nordamerika und wurde als Zierpflanze im 17. und 18. Jahrhundert nach Europa gebracht. Ein verhängnisvoller Fehler. Auf folgenden Gründen:

  • Diese Art verdrängt massiv die eigene heimische Flora.
  • Die heimische Insektenwelt kann nicht von dieser Pflanze profitieren.
  • Der Futterwert einer Wiese wird durch das Berufkraut verschlechtert.

Der Ausreisseinsatz durch die Mitwirkenden des Naturschutzvereins fördert also die Artenvielfalt, den Futterwert der Wiese und verhindert Beitragskürzungen für den Landwirtschaftsbetrieb.

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Das Ausreissen des Einjährigen Berufkraut fördert die Qualität der Grünflächen mit mehr Vielfalt an Gräsern und Blumen, was positive Auswirkungen auf Schmetterlinge und andere Insekten mit sich bringt.

Ein Augenmerk gilt der Verwechslungsgefahr mit ähnlich aussehenden Blumen:

  • Wiesen-Margerite, deren Blüten sind grösser und die Blätter eher glatt.
  • Echte Kamille, deren Blätter sind fein gefiedert und die Blüten verströmen beim Zerreiben einen aromatischen Duft.
  • Scharfes Berufkraut ist eine einheimische Variante und ihre Blüten sind weiss bis lila und wachsen nicht so wie das Einjährige Berufkraut.

Das Einjährige Berufkraut kann nicht maschinell oder mit Chemie bekämpft werden, sondern nur durch das Entfernen samt dem Wurzelballen.

Fazit: Die schwitzende körperliche Arbeit in der Wiese war nicht nur für einen guten Zweck, sie war eine gesundheitsfördernde sportliche Tätigkeit. Und so mancher Jogger, der an dieser Gruppe vorbeihechelte, macht vielleicht beim nächsten Einsatz mit?

Tipp für die Landwirtschaft:

Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Futterbaues AGFF gibt zu diesem Thema Auskunft.

Reckenholzstrasse 191, CH-8046 Zürich

agff@agroscope.admin.ch, www.agff.ch

Urs Heinz Aerni für Naturschutzverein Albisrieden (NVA), ein Verein der BirdLife-Familie

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