Spaziergang – Schmetterlinge im Wald

Es war heiss heute auf dem Hasenrain. Zu zehnt trotzten wir der Hitze und machten uns auf den Weg in den Wald, um Tagfalter zu beobachten.
Auch den Schmetterlingen kann es zu warm werden. Bei Temperaturen deutlich über 30 Grad ziehen sich in den Schatten zurück, ruhen sich aus und fliegen nur, wenn es wirklich sein muss. So sind sie nicht ganz einfach zu entdecken.
Den Anfang machte ein Weissling, ein Grünaderweissling. Diese Art ist im Wald häufig anzutreffen. Mit der Zeit kamen weitere Arten dazu: Waldbrettspiel, Kleiner Eisvogel, Landkärtchen, Kaisermantel, Rostfarbiger Dickkopffalter, Brauner Waldvogel, Grosses Ochsenauge und C-Falter.


Natürlich sieht man im Wald nicht nur Tagfalter. Gerne jagen Grosslibellen entlang von Waldstrassen, da es offenbar hier gute Beute zu finden gibt. Eine dieser Libellen, die man im Wald öfters sieht, ist die Zweigestreifte Quelljungfer.

Da bei vielen Vögeln im Moment die Jungen flügge werden, kann man mit etwas Glück auch einen noch etwas unbeholfenen Jungvogel entdecken. Auf der Strasse vor uns hielt sich ein junges Rotkehlchen auf, dessen Federkleid noch keinerlei Ähnlichkeit mit demjenigen eines erwachsenen Rotkehlchens hat.

Aber zurück zu den Schmetterlingen. Um ein Exemplar von nahem sehen zu können, fingen wir einen Kaisermantel ein. Von Nahem sieht er viel kleiner aus als wenn er weiter weg auf einer Blüte sitzt.

Zu guter Letzt konnten wir auch noch einen Bläuling entdecken, den Faulbaum-Bläuling. Dieser hat auf dem vorderen Unterflügel Striche statt Punkte, an denen er leicht zu erkennen ist.

Insgesamt haben wir auf unserem Spaziergang 10 Tagfalterarten gesehen. Das ist schon fast ein zwanzigstel der in der Schweiz vorkommenden Arten!
